Unternehmensformen in Indien

Kompetenz in Indien seit 1996

Seit der Öffnung Indiens Anfang der 90er Jahre sind die Möglichkeiten der Gesellschaftsgründung für ausländische Unternehmen nahezu uneingeschränkt.

 

Hier einige Formen der Zusammenarbeit:

 

M & A - Merger & Acquisition

Heute können internationale Investoren indische Unternehmen / Unternehmensteile aus fast allen Industriezweigen erwerben. Dem Abschluss des hierzu notwendigen Kaufvertrages ist regelmäßig eine Due-Diligence-Phase vorgeschaltet. Der Prozess unterliegt auch in Indien international anerkannten Standards.

JV - Joint Venture

Jahrelang als fast einziges Instrument zur Beteiligung an indischen Unternehmen für ausländische Investoren zur Verfügung, kann das Joint Venture heute nicht mehr generell als der Königsweg der Beteiligung betrachtet werden.

Tochtergesellschaft

Es bestehen heute praktisch keine Hindernisse für ausländische Investoren, eine eigene, indische Tochtergesellschaft zu gründen. Zu Berücksichtigen ist allerdings der Aufwand, geeignete Führungskräfte und Mitarbeiter zu finden (und zu halten) bzw. die Entsendung eigener Mitarbeiter in Betracht zu ziehen.

Strategische Kooperation

Diese Unternehmensform wird gewählt, wenn die Parteien nach außen nicht im Rahmen eines Joint Venturs auftreten und eine gemeinsame Gesellschaft gründen wollen. Die Gründung einer strategischen Kooperation ist einfacher und es gibt auch kein gesellschaftsrechtliches Korsett, in das die Vertragspartner gezwängt werden. Dieser Vorteil kann im Einzelfall zum Nachteil werden: falls zu Beginn der Kooperation bestimmte Details nicht geklrt wurden und aus diesem Grund später Konflikte auftreten. Beim Transfer von Technologie oder Markenlizenzen kann die Zustimmung eines früheren Partners notwendig werden.

BOT - Built - Operated - Transferred

BOT ist eine Mischform zwischen Joint Venture und eigener Tochtergesellschaft. Der indische Partner gründet das Unternehmen und baut es bis zu einem vereinbarten Punkt auf. Danach wird die Gesellschaft zu vorher vereinbarten Konditionen an den ausländischen Partner übergeben. Klarer Vorteil dieser Option sind die von vorneherein klaren Parameter für Erfolg und Übergabe, sowie klare Ausstiegsklauseln.

Vertriebspartner

Indien ist ein Kontinent der im Vergleich zu Europa eine Ausdehnung von Nordafrika bis ans Nordkap und von Irland bis zum Ural hätte. Vertriebs-Exklusivität für einen einzigen indischen Partner verbietet sich daher fast von selbst. Selten sind die indischen Vertriebsorganisationen, die tatsächlich über ein eigenes Netzwerk in allen Landesteilen verfügen. Lokale Präsenz in allen wichtigen Vertriebs-Zielgebieten ist unabdingbar.

EOU - Export Oriented Unit

Ein EOU kann der eigentlichen Unternehmensgründung nur nachgeschaltet sein. Das EOU bringt der indischen Produktionsstätte einige Zollvorteile, die beim Export der produzierten Güter die Verkaufspreise positiv beeinflussen können. Eine der Voraussetzungen ist ein mindestens 90%-Export-Anteil der produzierten Güter.

SEZ - Special Economic Zone

Ebenfalls keine Unternehmensform, jedoch für die Standort Auswahl von Bedeutung. SEZs sind in Indien nicht unumstritten, geben den dort angesiedelten Unternehmen aber einige Steuervorteile (Tax Holidays) und andere Vorteile (vergünstigte Grundstückspreise etc.)

Für rechtliche Fragen und Vertragsgestaltung mit indischen Partnern empfehlen wir:

Rechtsanwalt Dr. Axel Schober, Dresden: www.dr-schober.de